DOMINIK PARIS - BIOGRAFIE

Name: Dominik Paris
Geboren: 14.04.1989
Wohnort: Ulten, Südtirol
Größe: 1,83 m
Gewicht: 95 kg
Augen: grün
Eltern: Anni Wenin, Albert Paris
Geschwister: Bruder René (1986)
Hobbies: Skifahren, Musik, Gitarre spielen, Freunde treffen, Klettern, MTB,...
Lieblingsmusik: Metal, „Death Metal“, Pantera, etc.
Lieblingsserie: „The Simpsons“
Sportl. Vorbild: Kjetil André Aamodt
Sportl. Ziel: Goldmedaille bei den Olympischen Spielen
Sportgruppe: G.S. Forestale
Disziplinen: Abfahrt, Super-G, Kombination
1.Weltcup-Rennen: Super G, Gröden 2008

Genauso wie viele seiner Team-Kollegen erlernte auch Dominik bereits im Kleinkind-Alter das Skifahren. Mit 3 Jahren stellte ihn sein Vater Albert das erste Mal auf die Ski und schon da verkündete Dominik lauthals: "I wear amol a Rennfohrer!" Dominik und sein Bruder René waren bekannt dafür, dass ihnen kein Hang zu steil und keine Piste zu schnell war. Schon bald kamen die beiden in die Kindertrainingsgruppe des WSV St. Pankraz, wo sie - unter den Fittichen ihres Vaters und Trainers - auch gleich schon an den ersten Rennen teilnehmen konnten. Bereits in Kinder- und Vereinsrennen war Dominik stets unter den Besten platziert.

Sein großes Talent zeigte sich schon sehr früh. Dominik war noch keine zehn Jahre alt, als er seine ersten beiden Landesmeister-Titel (Slalom und Riesenslalom, 1998) holte. Das Jahr 2002 war in Dominiks Jugend-Skikarriere sicherlich eines der erfolgreichsten. Mit seinen 13 Jahren glänzte er bereits als dreifacher Landesmeister (Slalom, Riesenslalom und Super-G). Außerdem durfte er sich im selben Jahr auch noch im Super-G als Italienmeister und im Internationalen Topolino-Rennen als Sieger im Riesenslalom feiern lassen. Von diesem Augenblick an hat sich seine Karriere als Skirennläufer konstant nach oben entwickelt. Im Jahre 2004 folgten weitere Landesmeister-Titel und Topolino-Trophäen. Zu dieser Zeit bestritt Dominik vorwiegend Finstral-Cup-Rennen, konnte aber bereits seine ersten Erfahrungen bei FIS-Rennen sammeln. Seine konstante Leistung bewies Dominik auch in den Folgejahren. Vielfach stellte er als jüngster Teilnehmer seine älteren Konkurrenten in den Schatten und zog somit die Aufmerksamkeit von Südtirol's Skifachleuten auf sich. Immer öfter glänzte das großgewachsene und kräftige Nachwuchstalent auch in den schnellen Disziplinen. So konnte er z.B. im Jahr 2005 in der Abfahrt den nächsten Italienmeister-Titel für sich beanspruchen.

Nach einer längeren Verletzungsserie in der Saison 06/07 meldete sich Dominik im Jahre 2008 in den Skizirkus zurück. Seine Entscheidung, das Sommertraining nicht wie seine Teamkollegen in der Mannschaft zu absolvieren, sondern als Kuhhirte auf einer Alm in der Schweiz, bekam ihm bestens. Den Konditionstest beim Südtiroler Landesskikader bestand er - mit zwölf Kilo weniger - mit Bestnoten und von da an ging seine Skikarriere steil bergauf. Unter Aufsicht seines Heimtrainers Gottfried Paris fährt Dominik seit 2008 in der Nachwuchsmannschaft "Team Ratiopharm". Aufgrund seiner Top-Leistung wurde er aber die meiste Zeit in der B-Nationalmannschaft unter der Leitung von Raimund Plancker eingesetzt. Bereits bei seinem ersten Europa-Cup Einsatz in Sella Nevea konnte sich Dominik mit einem grandiosen 5. Platz im Super-G etablieren. Am darauf folgenden Tag sorgte er dann für die komplette Sensation. Er entschied in seinem zweiten EC-Rennen - und darüber hinaus noch als jüngster Teilnehmer - den Sieg im Super-G für sich. Weitere Top-Platzierungen folgten. Auch bei der Junioren-WM 2008 in Formigal (Spanien) zeigte Dominik eine starke Leistung, im Riesentorlauf platzierte er sich als bester Südtiroler auf einem tollen 5. Platz.

Aufgrund seiner guten Ergebnisse in der vergangenen Saison konnte Dominik im Dezember 2008 in Gröden sein Weltcup-Debüt feiern. Als eines der hoffnungsvollsten Talente soll er so langsam Bekanntschaft mit dem Weltcup-Zirkus machen. Nach einer weiteren starken EC-Leistung durfte er dann auch noch die Abfahrt und die Kombination im schweizerischen Wengen bestreiten, wieder war er der Jüngste aller teilnehmenden Läufer. Mit der Teilnahme an der Junioren-WM in Garmisch Partenkirchen konnte Dominik einmal mehr seine Leistung unter Beweis stellen. Er räumte gleich am ersten Wettkampftag zwei Medaillen ab. Am Vormittag holte sich Dominik Silber in der Anfahrt (nur knapp geschlagen von seinem Freund und Team-Kollegen, Andy Plank), am Nachmittag Bronze im Super-G. Durch seine starke Leistung ließ er dann auch auf eine Medaille in der Kombination hoffen. Er wurde seiner Favoritenrolle vollends gerecht, denn nach weiteren guten Resultaten im Riesentorlauf und Slalom holte er sich mit einem fantastischen 2. Platz in der Kombination seine 3. Medaille. In dieser Junioren-WM zeigte Dominik einmal mehr seine außergewöhnlichen Skifahrerqualitäten. Das absolute Saisonhighlight waren für den jungen Ausnahme-Athleten jedoch die Italienmeisterschaften 2009, sowohl bei den Junioren als auch in der Klasse der "assoluti". In der Junioren-Wertung holte sich Dominik wiederum 3 Medaillen, Gold in der Abfahrt & Kombi und Silber im Riesenslalom. Mit dem Sieg im Super-G in der Kategorie der "assoluti" und als krönender Abschluss der Saison 08/09, bewies er sich selbst, vor allem aber seinen Mitstreitern, dass mit ihm in Zukunft auch im Weltcup stark zu rechnen sein wird.